Forschungshighlights 2016

Zehnmal hochdotierte EU-Förderung

Prof. Xiaoxiang Zhu untersucht in einem neuen ERC-geförderten Projekt das Wachstum von Städten mithilfe von Satelliten-Daten und Crowdsourcing-Plattformen. (Bild: U. Benz / TUM)

Forscherinnen und Forscher der TUM werben ERC-Grants in Höhe von 13,7 Millionen Euro ein

[21.12.2016] Jedes Jahr fördert der Europäische Forschungsrat, der European Research Council (ERC), ausgewählte wissenschaftliche Projekte. Für die Bewerbungsphase 2016 konnten sich bisher zehn Forschungsprojekte an der Technischen Universität München (TUM) für ERC-Grants qualifizieren. Die hochdotierten Grants gehören zu den wichtigsten europäischen Forschungsförderungen. Gefördert werden Projekte aus den Fakultäten BauGeoUmwelt, Chemie, Informatik, Medizin, Physik und der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik. [mehr...]

Farbige Metallpanelen für Proteinforschungszentrum

Modell des prämierten Entwurfs - Foto: Ina Rena Rosenthal

Gestaltungswettbewerb für neuen Forschungsbau am Campus Garching entschieden

[14.12.2016] Auf dem Campus Garching sollen im neuen TUM Center for Functional Protein Assemblies (CPA) fakultätsübergreifend die Funktionsweisen und Wirkprinzipien von Proteinen erforscht werden – Schlüssel zum Verständnis der Vorgänge in Zellen, Geweben und Organen. Die Bauarbeiten werden im Frühjahr 2017 beginnen. In einem Wettbewerb wurde nun über die Gestaltung der Fassade des Gebäudes entschieden. Alle Entwürfe sind vom 15. bis 22. Dezember in der Magistrale der Fakultäten für Mathematik und für Informatik ausgestellt. [mehr...]

Mehr Spannung in der Akku-Forschung

Eine Glaskeramik-Membran, die mit Aluminium und Kunststoff beschichtet ist, lässt nur Lithium-Ionen durch. Für alle anderen Bestandteile der Elektrolytflüssigkeit ist sie undurchlässig – Foto: Monika Weiner / TUM

Evonik Forschungspreis für Lithium-Ionen-Akku-Testzelle mit separierten Elektroden

[13.12.2016] Im Kleinen haben sich die wieder aufladbaren Lithium-Ionen-Akkus längst bewährt: Seit Jahren versorgen sie Milliarden portabler Geräte zuverlässig mit Energie. Auch die Hersteller von Elektroautos und Stromspeichern setzen auf die Lithium-Ionen-Technik. Allerdings wünschen sie sich für diese Hochvolt-Anwendungen neue Elektrodenmaterialien und Elektrolyte. Um die zu testen und zu verbessern, hat Michael Metzger vom Lehrstuhl für Technische Elektrochemie der Technischen Universität München (TUM) eine innovative Batterie-Testzelle entwickelt. Für seine Arbeiten wurde der Forscher unlängst mit dem Evonik Forschungspreis ausgezeichnet. [mehr...]

In Form für den richtigen Schnitt

Bindung der großen Untereinheit von U2AF an die Vorläufer-Boten-mRNA – Bild: Christoph Hohmann / NIM

RNA-basierte Genregulation mit dynamischen Proteinen

[03.11.2016] Bevor genetische Information in Proteine umgesetzt wird, entfernt eine komplexe molekulare Maschine – das Spleißosom – nicht benötigte Sequenzen. Die korrekte Regulation des Spleißens spielt für viele zelluläre Prozesse eine zentrale Rolle. Mittels Kernspinresonanzmessungen und Einzelmolekül-Fluoreszenzmikroskopie hat ein Wissenschaftlerteam nun einen unerwarteten Mechanismus beim Zusammenbau des Spleißosoms entdeckt. [mehr...]

Entwaffnung von Bakterien als Strategie gegen Resistenzen

Prof. Dr. Stephan A. Sieber – Bild: Astrid Eckert / TUM

Stephan A. Sieber erhält Klung-Wilhelmy-Wissenschaftspreis

[11.11.2016] Prof. Stephan A. Sieber wird mit dem Klung-Wilhelmy-Wissenschaftspreis 2016 ausgezeichnet. Der TUM-Chemiker wird für seine Errungenschaften bei der von Naturstoffen inspirierten Synthese von Substanzen zur Bekämpfung pathogener Bakterien geehrt. Gewürdigt werden zudem seine fundamentalen Studien zur bakteriellen Virulenz, wie die Jury weiter mitteilte. Die Auszeichnung ist mit 75.000 Euro dotiert. [mehr...]

MaxPlanck@TUM auf Kurs

Karl Duderstadt und Susanne Mertens - zwei der sieben Max-Planck-Forschungsgruppenleiter, die auch auf Tenure-Track-Stellen der TUM berufen wurden.
© KIT/MPIB

Die Max-Planck-Gesellschaft und die Technische Universität München setzen gemeinsam auf den Spitzennachwuchs

[05.10.2016] Premiere für die Allianz „MaxPlanck@TUM“: Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) und die Technische Universität München (TUM) haben sieben herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als Max-Planck-Forschungsgruppenleiter und gleichzeitig als Tenure-Track-Professoren der TUM berufen. Damit ist in Deutschland eine Entwicklung in Gang gesetzt, die wegen der spezifischen Fokussierung auf Spitzentalente in der Verbindung universitärer und außeruniversitärer Karrierewege international große Resonanz findet. [mehr...]

Anorganische Doppelhelix

Nadeln des flexiblen Halbleiter-Materials SnIP; links im Bild nicht umgesetzer schwarzer Phosphor sowie Zinniodid (rot) - Foto: Andreas Battenberg / TUM

Flexibles Halbleitermaterial für Elektronik, Solartechnologie und Photokatalyse

[12.09.2016] Die Doppelhelix hat als stabile und flexible Struktur des Erbguts das Leben auf der Erde erst möglich gemacht. Nun hat ein Team der Technischen Universität München (TUM) eine Doppelhelix-Struktur auch in einem anorganischen Material entdeckt. Das Material aus Zinn, Iod und Phosphor ist ein Halbleiter, besitzt außergewöhnliche optische und elektronische Eigenschaften und ist mechanisch hoch flexibel. [mehr...]

Wie Forscher Nanopartikel fangen

In bayerischen Gewässern ist die Konzentration an Silbernanopartikeln sehr gering. (Bild: Andy Ilmberger/Fotolia)

Neues Verfahren zum Nachweis von Silbernanopartikeln in Gewässern

[26.08.2016] Synthetische Nanopartikel werden in verschiedene Produkte, beispielsweise Kosmetika, eingearbeitet. Ob und wie viele dieser Partikel in die Umwelt gelangen, ist nicht bekannt. In einem Forschungsprojekt der TU München und des Bayerischen Umweltministeriums haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nun zum ersten Mal die Konzentration von Silbernanopartikeln in bayerischen Gewässern gemessen. [mehr...]

Einblick in die molekulare Qualitätskontrolle der Zelle

Forscher konnten beobachten, wie Chaperone defekte Proteine erkennen. (Illustration: Joshua Stokes, St. Jude Children’s Research Hospital)

Forscher beobachten, wie Chaperone defekte Proteine erkennen

[25.08.2016] Proteine, auch Eiweiße genannt, erfüllen in unserem Körper lebenswichtige Funktionen. Damit diese Prozesse zuverlässig funktionieren, müssen die Proteine eine definierte Struktur annehmen. Faltungshelfer, die sogenannten Chaperone, kontrollieren den Prozess. Ein Forscherteam unter der Beteiligung der Technischen Universität München (TUM) konnte nun herausfinden, wie Chaperone besonders gefährliche Fehler in diesem Strukturierungsprozess erkennen. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin "Molecular Cell" veröffentlicht. [mehr...]

Am Anfang der Kaskade

Prof. Franz Hagn mit einer Kernspinresonanzspektroskopie-Probe am Supraleitenden Magneten mit 950 MHz Feldstärke. (Bild: U. Benz / TUM)

Schaltmechanismus eines wichtigen Signalproteins zeigt Wege zu neuen Medikamenten

[19.08.2016] G-Proteine sind molekulare Schalter an der Innenwand der Zelle, die wichtige Signale ins Zellinnere weiter leiten. Die mit ihnen verbundenen Rezeptoren sind Ziel eines Großteils aller Medikamente. Nun konnten Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) erstmals nachvollziehen, wie sich die einzelnen Aminosäuren im G-Protein während des Schaltprozesses genau bewegen. Die entdeckten Mechanismen geben Hinweise für das Design neuer Wirkstoffe. [mehr...]

Auszeichnung für neue Strategien zur Produktion von Alkenen und Alkoholen

Prof. Dr. J. A. Lercher

Prof. Johannes Lercher erhält Eni-Wissenschaftspreis

[08.07.2016] Für die Entwicklung neuer katalytischer Strategien zur Herstellung von Alkenen und Alkoholen aus Kohlenwasserstoffen erhält Professor Johannes Lercher, Inhaber des Lehrstuhls für Technische Chemie II der Technischen Universität Müchen (TUM) den Eni-Wissenschaftspreis 2016. Mit 200.000 Euro Preisgeld ist der Eni-Award einer der höchstdotierten industriellen Wissenschaftspreise weltweit. [mehr...]

Chemiker im Präsidium der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Prof. Dr. R. A. Fischer

Prof. Roland A. Fischer zum DFG-Vizepräsidenten gewählt

Prof. Roland A. Fischer, Inhaber des Lehrstuhls für Anorganische und Metallorganische Chemie der TUM, ist neuer Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Die Mitgliederversammlung der DFG wählte Fischer für vier Jahre in das Präsidium der größten Forschungsfördereinrichtung und zentralen Selbstverwaltungsorganisation der Wissenschaft in Deutschland. Das Gremium entwickelt die strategisch-konzeptionelle Ausrichtung der DFG. [mehr...]

Wirkstoffe aus dem Baukasten

Taxadien Synthase mit dem Substrat Geranylgeranyldiphosphat in der aktiven Tasche des Enzymes. Die grünen Punkte zeigen die katalytisch relevanten Mg2+-Ionen, die an der inititialen Hydrolyse des Phosphatrestes beteiligt sind. - Bild: Max Hirte / TUM

Synthetische Biotechnologie ermöglicht nachhaltige Produktion bioaktiver Naturstoffe

[07.06.2016] Die Natur stellt eine Vielzahl für den Menschen wertvoller Wirkstoffe bereit, die Palette reicht von Vitaminen über lebensnotwendige Fettsäuren bis hin zu krebshemmenden Substanzen. Viele dieser Stoffe sind schwierig aus der Natur zu gewinnen oder synthetisch herzustellen. Einen neuen Weg beschreiten Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM): Mit Methoden der Synthetischen Biotechnologie stellen sie Omega-3-Fettsäuren nachhaltig her und haben eine Strategie entwickelt, mit der sie nicht nur natürliche, sondern sogar ganz neuartige Arzneistoffe synthetisieren können. [mehr...]

Forschungsneubau in Garching seiner Bestimmung übergeben

Das Zentralinstitut für Katalyseforschung der TUM, Ostansicht - Bild: Andreas Heddergott / TUM

TUM eröffnet Zentralinstitut für Katalyseforschung

[09.05.2016] Mit dem heute eröffneten TUM Catalysis Research Center (CRC) setzt die Technische Universität München (TUM) einen Akzent in der internationalen Katalyseforschung. Wissenschaftler aus fünf Fakultäten sowie industrielle Kooperationspartner forschen künftig unter einem gemeinsamen Dach an den Herausforderungen der energie- und der ressourcenschonenden Produktion von chemischen Grundstoffen, Feinchemikalien und pharmazeutischen Produkten. An den Gesamtbaukosten des Garchinger Forschungsneubaus in Höhe von 84,5 Millionen Euro beteiligte sich aufgrund der überregionalen Bedeutung des Zentrums das Bundesministerium für Forschung und Technologie (BMBF). [mehr...]

Indizien weisen den Weg zu neuer Akku-Technologie

Erstautor Johannes Wandt mit dem von ihm gebauten Messröhrchen für die Elektronenspinresonanz-Versuche - Bild: Andreas Battenberg / TUM

Beim Laden von Lithium-Luft-Akkus entsteht hochreaktiver Singulett-Sauerstoff

[04.05.2016] Lithium-Luft-Akkus gelten als Zukunftstechnologie: Theoretisch können sie nicht nur wesentlich leistungsfähiger sein als die derzeit gängigen Lithium-Ionen-Akkus, sondern auch leichter. Noch sind die neuen Energiespeicher allerdings nicht reif für die Praxis – schon nach wenigen Ladezyklen machen die Akkus schlapp. Woran das liegt, haben jetzt Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) und des Forschungszentrums Jülich untersucht und einen potenziellen Übeltäter entdeckt: Hochreaktiven Singulett-Sauerstoff, der beim Laden des Akkus frei wird. [mehr...]

TUM School of Bioengineering nimmt Gestalt an

TUM-Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann (li.) und Ludwig Scheidegger, Obmann des Kuratoriums der Siemens-Stiftung, bei der Vertragsunterzeichnung. (Bild: Uli Benz / TUM)

Werner Siemens-Stiftung fördert Synthetische Biotechnologie

[03.05.2016] Mit einer Zuwendung von 11,5 Millionen Euro bringt die Werner Siemens-Stiftung den Lehr- und Forschungsschwerpunkt Synthetische Biotechnologie an der Technischen Universität München (TUM) auf den Weg. Damit erhält die neue TUM School of Bioengineering (MSB) als integratives Forschungszentrum einen kräftigen Akzent. Der Stiftungsvertrag wurde am Dienstag in München unterzeichnet. [mehr...]

Richtfest für Neubau des Bayerischen Kernresonanz-Zentrums

Garchings Bürgermeister Dr. Gruchmann, TUM-Präsident Prof. Herrmann, BMBF Staatssekretär Müller, Bayerns Innenminister Herrmann und Bauamtsleiter Hoffmann (vlnr) beim Richtfest des Neubaus für das Bayerische NMR-Zentrum - Bild: Uli Benz / TUM

Weltweit leistungsfähigstes NMR-Spektrometer für Biomedizin-Forschung an der TUM

[02.05.2016] Mit dem Neubau des Bayerischen Kernresonanz-Zentrums, der eines der weltweit leistungsfähigsten NMR-Spektrometer aufnehmen wird, erweitert die Technische Universität München (TUM) ihre Forschungsstärke in der Biomedizin. Das Herzstück wird ein 1,2-Gigahertz-Spektrometer sein, das neue Einblicke in die räumliche Struktur und Dynamik von Proteinen ermöglicht. Aufgrund der überregionalen Bedeutung des Zentrums teilen sich Bund und Freistaat die Investitionskosten von 34 Millionen Euro. Hinzu kommen 3,5 Millionen Euro, mit denen sich das Helmholtz Zentrum München an der Anschaffung des neuen Spektrometers beteiligt. Heute wurde in Garching das Richtfest gefeiert. [mehr...]

Extrapolieren verboten

Andrew Crampton und Marian Rötzer an ihrer Vakuum-Anlage zur Herstellung ultrakleiner Katalysatorpartikel - Foto: Andreas Heddergott / TUM

Sub-Nanometer-Katalysatoren verhalten sich anders als prognostiziert

[28.01.2016] Zur Herstellung von Margarine werden jedes Jahr Millionen Tonnen ungesättigter Fettsäuren aus Pflanzenölen mit Wasserstoff umgesetzt. Auf der Suche nach besseren Katalysatoren für solche als Hydrierung bezeichneten Reaktionen machte ein deutsch-amerikanisches Forscherteam eine Entdeckung, die eine seit mehr als 50 Jahren geltende Regel in Frage stellt: Bei Katalysatorpartikeln aus nur wenigen Atomen beeinflussen Form und Größe die Reaktivität sehr viel stärker als bisher gedacht. [mehr...]