Forschungshighlights 2015

Kraftstoff aus Algen

Dreharbeiten auf dem Ludwig Bölkow Campus: Prof. Thomas Brück erklärt dem BR das Algentechnikum. (Foto: BR)

BR zeigt neues Algentechnikum in Ottobrunn

[28.12.2015] Grün schimmert es hinter dem Spezialglas der Hallen auf dem Ludwig Bölkow Campus in Ottobrunn. Mit ausgefeilter Technik können die Wissenschaftler Klima und Licht aller Klimazonen simulieren. Ihr Forschungsobjekt sind Algen. Sie wollen herausfinden, wie man Biokerosin und chemische Wertstoffe aus den Pflanzen so effizient produzieren kann, dass sich deren kommerzielle Nutzung lohnt. Der Bayerische Rundfunk zeigt das neue Algentechnikum der TUM am 3. Januar um 18 Uhr. Die Sendung "Geschichten aus dem Müncher Land" vom 3.1.2016 in der Mediathek des BR

Fokussiertere Krebstherapie

Wie ein Schlüssel passt der Ligand (grün) exakt zu einem bestimmten Integrin (blau/rot) auf der Oberfläche einer Zellmembran (beige) - Bild: Francesco S. di Leva, Luciana Marinelli / Università di Napoli Federico II

Selektiver Integrin-Ligand könnte helfen, Krebszellen gezielter zu bekämpfen

[17.12.2015] Integrine helfen der Zelle mit ihrer Umgebung zu kommunizieren und sich ihr anzupassen. Diese Eigenschaften nutzen jedoch auch Krebszellen, um zu Überleben und sich im Körper auszubreiten. Nun ist es Wissenschaftlern der Technischen Universität München (TUM) gelungen ein kleines, hoch aktives Molekül zu entwickeln, das spezifisch an ein bestimmtes, in vielen Krebsarten aktives Integrin bindet. Es könnte helfen, Tumorzellen in Zukunft patientenspezifisch zu diagnostizieren und anschließend gezielt anzugreifen. [more...]

Neue Wege zu hybriden Solarzellen

Mit geeigneten Polymeren gefüllt, werden aus der hochporösen Germaniumschicht hybride Solarzellen – Foto: Andreas Battenberg / TUM

Nanostrukturiertes Germanium für portable Photovoltaik und Akku-Elektroden

[07.12.2015] Mit einem neuen Verfahren stellen Forscher der Technischen Universität München (TUM) und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) hauchdünne, robuste und gleichzeitig hochporöse Halbleiterschichten her. Ein viel versprechendes Material – beispielsweise für kleine, leichte und langlebige flexible Solarzellen oder Elektroden für leistungsfähigere Akkus. [mehr...]

Kernresonanz-Zentrum der internationalen Spitzenklasse

Grundsteinlegung für den Forschungsneubau des Bayerischen NMR-Zentrums: PStS Stefan Müller (BMBF), Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle, TUM-Präsident Prof. W.A. Herrmann, Prof. Michael Sattler, Leiter des BNMRZ (vlnr) - Foto: Andreas Heddergott / TUM

TUM setzt in einem Gesamtkonzept neue Dimension für Biomedizin-Forschung

 [19.11.2015] The Technical University of Munich (TUM) secures its leading international position in medical protein research with a new large-scale, cutting-edge facility: Today, at the Garching Campus, Bavarian Minister of Science Dr. Ludwig Spaenle, State Secretary Stefan Müller of the German Federal Ministry of Education and Research (BMBF) and TUM President Prof. Wolfgang A. Hermann laid the cornerstone for the new research building of the Bavarian NMR Center. The heart of the facility is a 1.2 gigahertz spectrometer. The investment of 33 million euro is shared equally by the German federal government and the state of Bavaria. [mehr...]

Konkurrenz für Graphen

Kristalle aus halbleitendem schwarzem Arsen-Phosphor
Bild: Andreas Battenberg / TUM

Halbleitende Schichtmaterialien aus Phosphor und Arsen als Alternative zu Silizium

[09.07.2015] Mit dem Nobelpreis 2010 wurde Graphen, das nur eine Atomlage dicke Kohlenstoff-Netzwerk, über Nacht berühmt. Doch es gibt längst Konkurrenz. Auch aus Phosphor kann man solche Schichten herstellen. Chemiker der Technischen Universität München (TUM) entwickelten nun ein Halbleiter-Material, bei dem einzelne Phosphor-Atome durch Arsen ersetzt sind. Im Rahmen einer internationalen Kooperation bauten sie daraus zusammen mit amerikanischen Kollegen erstmals Feldeffekt-Transistoren. [mehr...]

Neues Einsatzgebiet für vielseitigen Helfer

Räumliche Struktur des alphaB-Crystallins, eine hexamere Untereinheit ist farblich heraus gehoben
Bild: Andi Mainz / TUM

Kleine Hitzeschock-Proteine als Vorbild für Medikamente gegen Alzheimer

[12.10.2015] Bei der Alzheimer Krankheit lagern sich Proteine zu langen Fibrillen zusammen. Dies führt zum Absterben der Nervenzellen. Kleine Hitzeschock-Proteine wirken dem entgegen. Wissenschaftler hoffen daher, sie als Wirkstoffe zur Behandlung neurodegenerativer Krankheiten einsetzen zu können. Am Beispiel eines kleinen Hitzeschock-Proteins haben Forscher der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München nun heraus gefunden, wie das Protein andere Proteine bindet. [mehr...]

Ewige Jugend für Batterien?

Dr. Stefan Seidlmayer and Dr. Petra Kudejová at the PGAA instrument at FRM II
Photo: Claudia Niiranen / TUM

Neutronen klären Alterungsprozess in Lithiumionen-Akkus

[17.11.2015] Ein wichtiges Problem von Lithiumionen-Akkus ist ihre Alterung. Sie mindert die erzielbare Speicherkapazität erheblich. Bisher ist nur wenig darüber bekannt, wie es dazu kommt. Wissenschaftler des Lehrstuhls für Technische Elektrochemie und der Forschungs-Neutronenquelle (FRM II) der Technischen Universität München (TUM) sind der Aufklärung der Ursachen in ihren neuesten Experimenten ein gutes Stück näher gekommen. [mehr ...]

Algentechnikum auf dem Ludwig Bölkow Campus eröffnet

Das neue Algentechnikum auf dem Ludwig Bölkow Campus in Ottobrunn
Andreas Heddergott / TUM

Effiziente Verfahren zur Produktion von Biokerosin und chemischen Wertstoffen

[13.10.2015] Ein weltweit einmaliges Technikum für die Algenzucht hat die Technische Universität München (TUM) in Kooperation mit der Airbus Group auf dem Ludwig Bölkow Campus in Ottobrunn südlich von München aufgebaut. Hier sollen effiziente Verfahren zur Produktion von Biokerosin und chemischen Wertstoffen aus Algen erforscht werden. Heute wird das Technikum im Beisein des Bayerischen Wissenschaftsministers, Dr. Ludwig Spaenle, des Chief Technical Officer der Airbus Group, Dr. Jean Botti und des Präsidenten der TU München, Professor Wolfgang A. Herrmann, feierlich eröffnet. [mehr...]

Effiziente Umwandlung von Erdgas in Chemie-Grundstoffe

Das eingebaute Kupfer verleiht dem Zeolith eine bläuliche Farbe
Bild: Andreas Battenberg / TUM

Bio-mimetischer Katalysator ebnet den Weg zu 'Gas-to-Liquid'-Technologien

[01.07.2015] Ein neuer, Enzymen nachempfundener Zeolith-Katalysator könnte die Umwandlung von Erdgas zu Kraft- und Ausgangsstoffen für die chemische Industrie wesentlich erleichtern. Entwickelt wurde er von einem internationalen Team mit Forschern der Technischen Universität München (TUM), der Technischen Universität Eindhoven und der Universität Amsterdam. Bei der eingehenden Untersuchung des Mechanismus der selektiven Oxidation von Methan zu Methanol identifizierten sie einen dreikernigen Kupfer-Oxo-Cluster als  aktives Zentrum in den Mikroporen des Zeoliths. [mehr...]

TU München gründet Zentrum für Protein-Forschung

Wie verhalten sich die Grundbausteine des Lebens? Das will das neue Proteinforschungszentrum untersuchen. Im Bild: Fasern des Muskelproteins Aktin.
(Bild: Lehrstuhl für Zelluläre Biophysik / TUM)

Bund und Land fördern Neubau auf Campus Garching mit 40 Millionen Euro

[19.06.2015] Die Technische Universität München (TUM) kombiniert ihre vielfachen Kompetenzen in der Proteinforschung und gründet das „TUM Center for Functional Protein Assemblies (CPA)“. Es wird fakultätsübergreifend die Funktionsweisen und Wirkprinzipien von Proteinen erforschen – Schlüssel zum Verständnis von Zellen, Geweben und Organen. Auf dieser Grundlage soll das interdisziplinäre Zentrum biomedizinische Anwendungen entwickeln, etwa zur Heilung von Krankheiten, die durch Störungen im Zusammenspiel der Biomoleküle verursacht sind. Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat heute beschlossen, dass Bund und Land einen Neubau des CPA auf dem Campus Garching mit insgesamt rund 40 Millionen Euro fördern. [mehr...]

Hochdotierte EU-Forschungspreise für zwei TUM-Wissenschaftler

Ein Wassertropfen zerfällt in Luft infolge eines Verdichtungsstoßes - solche sprunghaften Strömungsänderungen untersucht ERC-Preisträger Nikolaus Adams.
(Bild: N. Adams / TUM)

Nikolaus Adams und Thorsten Bach mit ERC Advanced Grant ausgezeichnet

[16.06.2015] Zwei Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) werden mit einem der wichtigsten europäischen Forschungsförderpreise ausgezeichnet: Prof. Nikolaus Adams und Prof. Thorsten Bach erhalten Advanced Grants des European Research Council (ERC), die je mit bis zu 2,4 Millionen Euro dotiert sind. Der Ingenieur Adams, Forscher im Maschinenwesen, untersucht sprunghafte Änderungen von Strömungszuständen. Der Chemiker Bach entwickelt neue synthetische Methoden in der Organischen Chemie. Zudem bekommt der Elektrotechniker Prof. Eckehard Steinbach eine Proof of Concept-Förderung, um die Marktfähigkeit einer neuen Robotersensorik zu ermitteln. Jüngere Forscher der TUM hatten in diesem Jahr bereits sechs ERC Consolidator Grants und zwei ERC Starting Grants eingeworben. [mehr...]

Ein Protein als Katastrophenhelfer

Fertigbauprinzip: 32 identische Untereinheiten bilden diese Form des Proteinkomplexes Sip1
Bild: Tilly Fleckenstein / TUM

Regulation eines embryonalen kleinen Hitzeschock-Proteins aufgeklärt

[11.06.2015] Kleine Hitzeschock-Proteine sorgen dafür, dass andere Proteine bei Stress nicht verklumpen und ermöglichen der Zelle zu überleben. Defekte dieser „kleinen Helfer“ werden mit Krankheiten wie grauem Star oder Krebs in Verbindung gebracht. Nun haben Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) ein kleines Hitzeschock-Protein beim Fadenwurm Caenorhabditis elegans charakterisiert, das speziell für dessen Embryonalentwicklung zuständig ist. Vermutlich gibt es ein ähnliches Protein auch im Menschen. [mehr...]

Zwei neue Sonderforschungsbereiche mit TUM-Forschern

Wie sich neuronale Netzwerke - hier graphisch dargestellt - bei Schmerzen verändern, ist ein Forschungsschwerpunkt des neuen SFB 1158.
(Bild: fotolia.com / ktsdesign)

SFB erforscht Entstehung von Schmerz, Transregio untersucht Wetterphänomene

[26.05.2015] Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet einen neuen Sonderforschungsbereich (SFB) und einen Transregio (SFB/TRR) ein, an denen Wissenschaftler der TUM beteiligt sind. Der SFB erforscht, wie akuter Schmerz chronisch wird, der SFB/TRR analysiert die Entstehung von Wetterphänomenen. Drei SFBs mit TUM-Sprecherschaft oder -Beteiligung werden fortgeführt. [mehr...]

Vom Geranienduft zum Hustenlöser

Der Oktaeder-artige Käfig katalysiert die Zyklisierungsreaktion
Bild: Johannes Richers / TUM

Ein einfacher Katalysator hilft beim Bau komplexer biologischer Gerüste

[17.02.2015] Terpene und von ihnen abgeleitete Verbindungen üben wichtige biologische und pharmazeutische Funktionen aus. Elegant baut die Natur selbst komplizierte Strukturen aus ihren Grundbausteinen auf. Chemisch besonders anspruchsvoll sind dabei verbrückte Ringsysteme wie das Eukalyptol. Chemiker der Technischen Universität München (TUM) haben nun einen Katalysator entwickelt, der genau solche Verbindungen entstehen lässt. [mehr...]

Auszeichnung der TU München für Forschungen zu bioaktiven Naturstoffen

Prof. Kai-Olaf Hinrichsen, Prof. Christian Hertweck, Prof. Michael Groll
Bild: Andreas Battenberg / TUM

Professor Christian Hertweck erhält Wilhelm Manchot-Professur

[28.01.2015] Die Chemie-Fakultät der Technischen Universität München (TUM) und die Jürgen Manchot-Stiftung haben dem Jenaer Chemiker Professor Christian Hertweck die Wilhelm Manchot-Forschungsprofessur 2014 verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt die TUM seine Weg weisenden Arbeiten zu bioaktiven Naturstoffen. [mehr...]

Algen in den Tank

Studentin Olga Shostak am LED-Biorekator
Bild: Andreas Heddergott / TUM

Neue LED-Technik erlaubt das präzise Studium der Produktivität von Algen

[08.12.2014] Forschung Weil Nahrungspflanzen auch für die Energiegewinnung genutzt werden, leiden Millionen Menschen Hunger. Algen könnten hier Abhilfe schaffen. Sie gedeihen auch in Salzwasser und auf unfruchtbaren Böden. Für ihr Wachstum benötigen sie Sonnenlicht. Doch das ist im Labor gar nicht so einfach herzustellen. Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) haben nun zusammen mit dem Berliner LED-Hersteller FUTURELED eine Methodik entwickelt, mit der sie verschiedenste Lichtsituationen simulieren können. [mehr...]