Forschungshighlights

Die Säure in der Nano-Pore

Wasser in Zeolithen hilft bei der Umwandlung von Biomasse in Biosprit

[30.06.2021] Zeolithe sind extrem poröse Materialien: Zehn Gramm davon können eine innere Oberfläche von der Größe eines Fußballfeldes besitzen. Ihre Hohlräume lassen sich nutzen, um chemische Reaktionen zu katalysieren und damit Energie zu sparen. Ein internationales Forschungsteam hat nun neue Erkenntnisse über die Rolle von Wassermolekülen in diesen Prozessen gewonnen. Eine wichtige Anwendung ist die Umwandlung von Biomasse in Biosprit. [mehr...]

Vielseitig und sicher: neuer Antikörpertest

Automatischer Microarray-Schnelltest zum Nachweis von SARS-CoV-2-Antikörpern

Im künftigen Verlauf der Corona-Pandemie wird ein schneller, kostengünstiger und sicherer Nachweis immer wichtiger, ob eine Person über entsprechende Antikörper verfügt, sei es durch eine überstandene Infektion oder durch eine Impfung. Forschende der Technischen Universität München (TUM) haben nun einen solchen Antikörper-Schnelltest entwickelt. Derzeit liefert er das Ergebnis innerhalb von acht Minuten; geplant ist, die Bearbeitungszeit auf vier Minuten zu reduzieren. [mehr...]

Abstimmung der Energielücke

Ein neuer Ansatz für organische Halbleiter

[11.06.2021] Was für anorganische Halbleiter bereits eine etablierte Technologie ist, blieb für ihre organischen Pendants bisher eine Herausforderung: Die Bandlücke durch eine Mischung von organischen Halbleitermaterialien so genau abzustimmen, dass die Halbleiter die höchstmögliche Leistung erbringen können. Ein Team der TU München hat nun mit Partnern der TU Dresden, der Universität Würzburg, der HU Berlin und der Universität Ulm gezeigt, wie sich dieses Ziel für organische Halbleiter erreichen lässt. [mehr...]

Auf Nummer sicher

Mit dem Mikroskop zur langlebigen Festkörperbatterie

[07.06.2021] Die Ionen in einer Festkörperbatterie müssen mehrere Materialgrenzen überwinden, was diverse Nachteile mit sich bringt. Ein Team des Fritz-Haber-Institutes, der TU München und des For-schungszentrum Jülich zeigt jetzt jedoch, dass bestimmte nanoskalige Schichten an den Grenzflä-chen sogar zur Stabilisierung der Batterien beitragen können. [mehr...]

SFBs zu Immuntherapien und Photokatalyse

Zwei neue Sonderforschungsbereiche der DFG an der TUM

[25.05.2021] Grünes Licht für zukunftsweisende Projekte: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert zwei neue überregionale Sonderforschungsbereiche, die von der TUM mit Partnern beantragt wurden (SFB/Transregio). Wissenschaftler der TUM übernehmen die Sprecherrolle in Transregios zu den Themen Photokatalyse und Immuntherapien mit Lymphozyten. Zudem wird ein weiterer neuer Verbund mit TUM-Beteiligung bewilligt, fünf bestehende Projekte werden verlängert. [mehr...]

Mit aktivem maschinellem Lernen zu neuen Solarzellen

Weniger Vorgaben führen Künstliche Intelligenz zu neuen Materialien

[27.04.2021] Ein Forschungsteam der Technischen Universität München (TUM) und des Fritz-Haber-Instituts in Berlin nutzt maschinelles Lernen bei der Suche nach geeigneten molekularen Materialien für neue organische Halbleiter, die Basis für organische Feldeffekt-Transistoren (OFETs), Licht emittierende Dioden (OLEDs) und organische Solarzellen (OPVs). Um mit der endlosen Vielfalt möglicher Materialien effizient zurechtzukommen, bestimmt die Maschine selbst, welche Daten sie braucht. [mehr...]

Aufbau von Biomasse durch umgekehrten Citratzyklus

Stoffwechselweg läuft bei hohen
Kohlendioxid-Konzentrationen „rückwärts“

[23.04.2021] Ein Forschungsteam der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU Münster) und der Technischen Universität München (TUM) hat neue Erkenntnisse zum Citratzyklus gewonnen: Bei sehr hohen Kohlendioxid-Konzentrationen können Bakterien diesen zentralen Stoffwechselweg mittels des Enzyms Citratsynthase auch „rückwärts“ nutzen und damit aus Kohlendioxid nützliche Verbindungen aufbauen. Möglicherweise lassen sich diese Erkenntnisse auch biotechnologisch nutzen. [mehr...]

TUM Innovation Networks gehen an den Start

Interdisziplinäre Forschung auf neuen Wegen

[31.03.2021] Mit fächerübergreifenden TUM Innovation Networks will die Technische Universität München (TUM) noch mehr Freiräume für wissenschaftliche Kreativität und bahnbrechende Entwicklungen schaffen. Die ersten drei TUM Innovation Networks befassen sich mit der Diagnose und Behandlung psychischer Erkrankungen mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI), mit der Entwicklung neuartiger Materialien durch den Einsatz von maschinellem Lernen sowie mit der Erforschung von Leben in Kombination von KI und Robotik mit chemischen und biophysikalischen Experimenten. [mehr...]

Gestörte Protein-Balance verursacht grauen Star

Katarakt: Neues Modell zur Entstehung der Augenkrankheit entwickelt

[16.02.2021] Der graue Star ist die häufigste Augenerkrankung beim Menschen. Die genauen Prozesse bei der Entstehung der Krankheit sind allerdings noch nicht vollständig aufgeklärt. Ein Forschungsteam unter der Leitung der Technischen Universität München (TUM) hat nun herausgefunden, dass die Zusammensetzung der Proteinlösung eine entscheidende Rolle spielt. Die Erkenntnisse widersprechen der bisherigen Lehrmeinung. [mehr...]

Johannes A. Lercher erhält den Alwin-Mittasch-Preis 2021

[09.02.2021] Prof. Dr. Johannes A. Lercher wird für seine herausragenden Arbeiten in der Katalyseforschung mit dem Alwin-Mittasch-Preis 2021 ausgezeichnet. Damit würdigt die Deutsche Gesellschaft für Katalyse GeCatS seine Beiträge zur Entwicklung und zum Verständnis von Feststoff-Katalysatoren für die Erschließung neuer Rohstoffquellen. Der Sachverständigenausschuss hob besonders sein beeindruckendes wissenschaftliches Gesamtwerk und die hohe Industrierelevanz seiner Forschung hervor. [mehr...]

Superkondensatoren statt Batterien

Leistungsfähige Graphen-Verbindungen für hocheffiziente Superkondensatoren

[04.01.2021] Einem Team um Roland Fischer, Professor für Anorganische und Metallorganische Chemie an der Technischen Universität München (TUM) ist es gelungen, einen hocheffizienten Superkondensator zu entwickeln. Basis des Energiespeichers ist ein neuartiges, leistungsfähiges und dabei nachhaltiges Graphen-Hybridmaterial, das vergleichbare Leistungsdaten aufweist wie aktuell verwendete Batterien und Akkus. [mehr...]