Tag der Fakultät für Chemie    
 2006   2007   2008   2009   2010   2011   2012   2013   2014   2015   2016 

 

 

 

 

 


 


 


 


 

 

 


 

Programm

Absolventen

Promotionen

Habilitationen

Jürgen Manchot Studienpreis

Emil Erlenmeyer-Medaille

E. O. Fischer Lehrpreis

EVONIK Forschungspreis

Sponsoren

Fakultätsnadeln

Gruppen- aufnahmen

Bildergalerie
Die Familie Manchot
und die
Technische Universität München

 


Wilhelm Manchot (1869-1945)

Jürgen Manchot (1936-2004)

Thomas Manchot
 

Der Name Manchot ist eng mit der Fakultät für Chemie der Technischen Universität München verknüpft. Es soll zunächst kurz an den Lebensweg von Prof. Wilhelm Manchot er-innert werden, einer herausragende Persönlichkeit der deutschen Chemie, deren Lebenswerk eng mit der damaligen Technischen Hochschule München verbunden ist.

Das Chemiestudium absolvierte Wilhelm Manchot in Straßburg und später in München. 1895 promovierte er bei Thiele und habilitierte sich 1899 mit einem Thema zur Sauerstoff-Aktivierung in Göttingen. 1903 wird er außerordentlicher Professor in Würzburg. 1914 wechselt er nach München und wird ordentlicher Professor und Direktor des Anorganisch-chemischen Instituts der TH München. 1927 folgt die Ernennung zum Geheimrat und Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

An der TH München untersuchte Wilhelm Manchot vor allem die Addition von NO, CO und Ethylen an Metallen. Er wurde damit zum Begründer der Carbonyl-Chemie, die später durch Walter Hieber und Ernst-Otto Fischer weitergeführt wurde und zu dem weltweit hervorragenden Ruf der TU München entscheidend beitrug. Bedeutende Beispiele aus seinen zahlreichen Arbeiten sind die Synthese der Rutheniumcarbonyle unter Druck und die Erschließung der Carbonylmetallhalogenide.

Herausragend sind auch seine Verdienste als Hochschullehrer. Die deutsche Übersetzung des bis heute unter der Bezeichnung "Holleman-Wiberg" jedem Chemiestudenten gut bekannten Standardwerks der Anorganischen Chemie erfolgte durch Wilhelm Manchot.

Zur Erinnerung an das große, mit der TU München eng verbundene Lebenswerk von Prof. Wilhelm Manchot verleiht die von seinem Enkel Dr. Jürgen Manchot begründete Pinguin-Stiftung seit 1991 die Wilhelm Manchot-Forschungsprofessur an herausragende Wissenschaftler.

Herr Dr. Jürgen Manchot hatte diese Verleihung immer bis zu seinem überraschenden Tod im Jahr 2004 persönlich begleitet. Er war der Chemie der TUM eng verbunden. Seine Doktorarbeit hatte er hier im Haus bei Prof. Fritz absolviert und ist dann 1965 in die Henkel-Gruppe eingetreten. Dort leitete er zunächst einen Geschäftsbereich. 1972 wurde er in die Geschäftsführung der Henkel & Cie. GmbH berufen, und ab 1976 war er stellvertretender Vorsitzender im Gesellschafterausschuss. Darüber hinaus war er als Vertreter der Henkelgruppe im Aufsichtsrat der Degussa und in den Boards amerikanischer Firmen tätig. Im November 1988 errichtete er die Pinguin Stiftung zur Förderung der Wissenschaft, insbesondere der Naturwissenschaften, der Medizin und der Wirtschaftswissenschaften.

Sein Sohn Thomas Manchot führt die Stiftung nun unter dem Namen Jürgen Manchot Stiftung weiter.

Es ist uns an der Fakultät für Chemie eine außerordentliche Freude, dass es durch diese Stiftung möglich gemacht wird, die besten akademischen Abschlüsse eines Jahres mit dem Jürgen Manchot Studienpreis auszuzeichnen. Der Preis wird vergeben für die wissenschaftliche Qualität und Originalität der Abschlussarbeiten als auch für die während des Studiums erbrachten Leistungen.

 
Copyright PD Dr. E. Fontain Fakultaet für Chemie TUM