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Schwefel

Name: Schwefel
Molare Masse: 32.066 g/mol
Schmelzpunkt: 119.6 °C
Siedepunkt: 444.6 °C

Vorkommen

Schwefel ist in der Natur sowohl frei, als auch in gebundener Form zu finden. Elementarer Schwefel findet sich beispielsweise an den Ablagerungen von Schwefelquellen oder als große Lagerstätten unter Tage. Anorganische Verbindungen des Schwefels bilden vor allem die Sulfide und Sulfate, die in einer Vielzahl von Mineralien gefunden werden können. Beispiele hierfür sind der Pyrit FeS2, der Bleiglanz PbS, der Schwerspat (BaSO4) oder Gips (CaSO4 · 2 H2O).

Darstellung

Der Großteil des technisch hergestellten Schwefels wird im Claus-Verfahren gewonnen. Hier wird Schwefelwasserstoff eingesetzt, welcher bei der Erdölentschwefelung in großen Mengen anfällt.

2 H2S + 3 O2 → 2 H2O + 2 SO2

SO2 + 2 H2S → 2 H2O + 3 S


Chemische Eigenschaften

Neben der S8 - Modifikation von Schwefels existieren eine vielzahl weiterer allotroper Modifikationen, welche sich durch Abschrecken einer Schwefelschmelze erhalten lassen. Schwefel reagiert bei höheren Temperaturen mit einer Vielzahl von Metallen und Nichtmetallen, wobei in der Regel  vornehmlich die Sulfide einer Verbindung bevorzugt werden.



Quelle: Nils Wiberg, E. Wiberg, A. F. Holleman, Lehrbuch der Anorganischen Chemie, 102. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin, 2007.