VorkommenSchwefel ist in der Natur sowohl frei, als auch in gebundener Form zu finden. Elementarer Schwefel findet sich beispielsweise an den Ablagerungen von Schwefelquellen oder als große Lagerstätten unter Tage. Anorganische Verbindungen des Schwefels bilden vor allem die Sulfide und Sulfate, die in einer Vielzahl von Mineralien gefunden werden können. Beispiele hierfür sind der Pyrit FeS2, der Bleiglanz PbS, der Schwerspat (BaSO4) oder Gips (CaSO4 · 2 H2O). DarstellungDer Großteil des technisch hergestellten Schwefels wird im Claus-Verfahren gewonnen. Hier wird Schwefelwasserstoff eingesetzt, welcher bei der Erdölentschwefelung in großen Mengen anfällt. 2 H2S + 3 O2 → 2 H2O + 2 SO2 SO2 + 2 H2S → 2 H2O + 3 S
Chemische Eigenschaften
Neben der S8 - Modifikation von Schwefels existieren eine vielzahl weiterer allotroper Modifikationen, welche sich durch Abschrecken einer Schwefelschmelze erhalten lassen. Schwefel reagiert bei höheren Temperaturen mit einer Vielzahl von Metallen und Nichtmetallen, wobei in der Regel vornehmlich die Sulfide einer Verbindung bevorzugt werden. |