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Platin

Name: Platin
Molare Masse: 195.08 g/mol
Schmelzpunkt: 1772 °C
Siedepunkt: 3830 °C

Vorkommen

Platin kommt in der Natur nur in Vergesellschaftung mit anderen Platinmetallen (Pd, Ru, Os, Ir, Rh) vor. Verbindungen oder gediegene Formen des Elements finden sich in bestimmten Cu, Cr, Ni - oder Eisenlagererstätten, den sog. Primärlagerstetten. Durch natürliche Verwitterungsprozesse lagern sich diese Metalle an bestimmten Stellen konzentrierter an, dies nennt man Sekundärlagerstetten. Bekannte Platinerze sind u.a. der Braggit (Pd, Pt, Ni)S und der Sperrlith PtAs2.

Darstellung

Das Rohplatin wird von den übrigen Gesteinsbestandteilen des Erzes via Flotation oder Sedimentation getrennt, oder aus dem Anodenschlamm der Cu- oder Nickelaufarbeitung gewonnen. Mit Hilfe von Königswasser wird das Metall gelöst (neben Au, Pd). Im Anschluss wird Gold durch die Zugabe von FeCl2 und Platin durch NH4Cl gefällt (Bildung von Au, (NH4)2[PtCl6]). Das so gewonnene Platin wird mit Wasserstoff reduziert.

Chemische Eigenschaften

Platin löst sich bei moderaten Bedingungen in stark oxidierenden Säuren (z.B. kochende HNO3, Königswasser). Von geschmolzenen Cyaniden, Sulfiden und Hydroxiden wird das Metall komplexiert und ebenso angegriffen. In der Rotglut oxidiert das Metall oberflächlich zu PtO2, welches jedoch in der Kälte wieder zerfällt.


Quelle: Nils Wiberg, E. Wiberg, A. F. Holleman, Lehrbuch der Anorganischen Chemie, 102. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin, 2007.