Zur Homepage der TU-München

     
 Methoden - Transmissionselektronenmikroskopie (TEM)

 

Home
Mitarbeiter
Methoden
TEM
REM
AFM
DLS

Forschung
Lehre
Kooperationen
Publikationen
Aktuelles
Kontakt
Links
Impressum
Sitemap

ZEM


 

TRANSMISSIONSELEKTRONENMIKROSKOPIE (TEM):

Das Transmissionselektronenmikroskop (TEM) ist ein elektronenoptisches Instrument zur Erzeugung vergrößerter Abbildungen kleiner, durchstrahlbarer Objekte. Die Transmissionselektronenmikroskope ähneln in ihrem optischen Aufbau den Lichtmikroskopen. Allerdings werden bei einem TEM zur Beleuchtung eine Elektronenquelle (statt der Glühbirne) und zur Strahlfokussierung elektromagnetische Linsen (statt Glaslinsen) benutzt (Funktionsweise). Damit die freie Weglänge der Elektronen möglichst groß und die Wechselwirkung mit Gasmolekülen möglichst klein ist, wird im TEM im Vakuum (10-5 Pa; 1 Pa = 7.5 x 10-3 Torr) gearbeitet. 

In einem TEM hängt die Wellenlänge des Elektronenstrahls von der verwendeten Beschleunigungsspannung ab (60 1200 kV) und ist sehr viel kleiner als die von sichtbarem Licht. So haben z.B. Elektronen bei einer Beschleunigungsspannung von 100 kV eine Wellenlänge von 0,0039 nm und erreichen bereits 63 % der Lichtgeschwindigkeit. Damit können mittels moderner Transmissionselektronenmikroskope Abstände von weniger als 0.2 nm (= 1 fünfmillionstel Millimeter), also im atomaren Bereich sichtbar gemacht werden. Das Bild der Probe, das durch die Wechselwirkung der einfallenden Elektronen mit den Probenatomen entsteht, wird auf einem Leuchtschirm dargestellt und kann auf einem photographischen Negativ oder einer CCD-Kamera aufgezeichnet werden. 

Das TEM ist im Prinzip universell einsetzbar und wird sowohl in der Biologie/Medizin als auch in den Materialwissenschaften benutzt.